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Mittwoch, 11. November 2009

Der Mensch strolling up Kurt Tucholsky

Der Mensch

Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenns ihm gut geht, und eine, wenns ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion. Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird. Der Mensch wird auf natürlichem Wege hergestellt, doch empfindet er dies als unnatürlich und spricht nicht gern davon. Er wird gemacht, hingegen nicht gefragt, ob er auch gemacht werden wolle. Der Mensch ist ein nützliches Lebewesen, weil er dazu dient, durch den Soldatentod Petroleumaktien in die Höhe zu treiben, durch den Bergmannstod den Profit der Grubenherren zu erhöhen, sowie auch Kultur, Kunst und Wissenschaft. Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören. Man könnte den Menschen gradezu als ein Wesen definieren, das nie zuhört. Wenn er weise ist, tut er damit recht: denn Gescheites bekommt er nur selten zu hören. Sehr gern hören Menschen: Versprechungen, Schmeicheleien, Anerkennungen und Komplimente. Bei Schmeicheleien empfiehlt es sich, immer drei Nummern gröber zu verfahren als man es grade noch für möglich hält. Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Er darf nicht, also sollen die andern auch nicht. Um sich auf einen Menschen zu verlassen, tut man gut, sich auf ihn zu setzen; man ist dann wenigstens für diese Zeit sicher, dass er nicht davonläuft. Manche verlassen sich auch auf den Charakter. Der Mensch zerfällt in zwei Teile: In einen männlichen, der nicht denken will, und in einen weiblichen, der nicht denken kann. Beide haben sogenannte Gefühle: man ruft diese am sichersten dadurch hervor, dass man gewisse Nervenpunkte des Organismus in Funktion setzt. In diesen Fällen sondern manche Menschen Lyrik ab. Der Mensch ist ein pflanzen- und fleischfressendes Wesen; auf Nordpolfahrten frisst er hier und da auch Exemplare seiner eigenen Gattung; doch wird das durch den Faschismus wieder ausgeglichen. Der Mensch ist ein politisches Geschöpf, das am liebsten zu Klumpen geballt sein Leben verbringt. Jeder Klumpen hasst die andern Klumpen, weil sie die andern sind, und hasst die eignen, weil sie die eignen sind. Den letzteren Hass nennt man Patriotismus. Jeder Mensch hat eine Leber, eine Milz, eine Lunge und eine Fahne; sämtliche vier Organe sind lebenswichtig. Es soll Menschen ohne Leber, ohne Milz und mit halber Lunge geben; Menschen ohne Fahne gibt es nicht. Schwache Fortpflanzungstätigkeit facht der Mensch gern an, und dazu hat er mancherlei Mittel: den Stierkampf, das Verbrechen, den Sport und die Gerichtspflege. Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden. Doch hat noch niemand sich selber beherrscht; weil der opponierende Sklave immer mächtiger ist als der regierungssüchtige Herr. Jeder Mensch ist sich selber unterlegen. Wenn der Mensch fühlt, dass er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise; er verzichtet dann auf die sauern Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr. Die verschiedenen Altersstufen des Menschen halten einander für verschiedne Rassen: Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können. Der Mensch möchte nicht gern sterben, weil er nicht weiß, was dann kommt. Bildet er sich ein, es zu wissen, dann möchte er es auch nicht gern; weil er das Alte noch ein wenig mitmachen will. Ein wenig heißt hier: ewig.Im übrigen ist der Mensch ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen lässt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot. Neben den Menschen gibt es noch Sachsen und Amerikaner, aber die haben wir noch nicht gehabt und bekommen Zoologie erst in der nächsten Klasse.

Kaspar Hauser

Die Weltbühne, 16.06.1931, Nr. 24, S. 889

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Mit freundlichen Grüssen
Stiftung Erziehung,Bildung, Wissenschaft & Kultur http://www.ebwk.net/bilder/logo_ebwk.gif

Dr. Erik Müller-Schoppen
Vorstandsvorsitzender
www.stiftungebwk.de
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www.praxis-fuer-coaching-und-therapie.de
Mobile: 0178 180 82 79
dr.mueller-schoppen@ebwk.net


Montag, 9. November 2009

Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Ebersberg e.V. und Stiftung Erziehung, Bildung, Wissenschaft & Kultur


Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Ebersberg e.V.

und

Stiftung Erziehung, Bildung, Wissenschaft & Kultur

 

bitten um Aufmerksamkeit

 

 

 

Oktober 2009

Englisch spielerisch erlernen für Kinder der 4. Klasse

als Vorbereitung für die weiterführenden Schulen

 

 

Im Jubiläumsjahr 2009 des Deutschen Kinderschutzbundes Kreisverband Ebersberg e.V. organisieren der Kinderschutzbund Ebersberg und die gemeinnützige Stiftung Erziehung, Bildung, Wissenschaft & Kultur  für Alleinerziehende und Familien, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, ein Angebot als Vorbereitung im Fach Englisch. Dafür

benötigen wir Ihre Unterstützung

 

Durch eine Spende sind wir in der Lage für Kinder in der

vierten Klasse professionelle Vorbereitung

im Fach Englisch anbieten zu können.

 

Spenden an: Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Ebersberg e.V.

DKSB KV Ebersberg e.V., Marktplatz 2, 85567 Grafing

 

Raiffeisen-Volksbank Ebersberg eG . BLZ 701 694 50 . Konto 2 687 518

 

Oder

 

Stiftung EBWK - Stiftung für Erziehung, Bildung, Wissenschaft und Kultur

Verwaltung Reit 1 85665 Moosach

www.stiftungebwk.de Dr.erikmuellerschoppen@googlemail.com

Flessa-Bank München BLZ 700 301 11 Konto 770 379

 

 


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Mit freundlichen Grüssen
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Dr. Erik Müller-Schoppen
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Sonntag, 8. November 2009

Charles Handy

Höherer Blödsinn nach Charles Handy...er heißt nur so...aus Managerseminare

 

„Bei der Beerdigung seines Vater hat Charles Handy ein Schlüsselerlebnis. Bislang hält sich der Manager des Ölgiganten Shell für den Inbegriff des Erfolges und bemitleidet seinen Vater, einen irischen Landpfarrer, für dessen beschauliches Leben. Als er jedoch die vielen Menschen sieht, die den letzten Weg seines Vaters säumen, wird ihm bewusst: Freiheit und Familie sind wichtiger als materieller Reichtum.

Der ehemalige Workaholic räumt seinen Schreibtisch bei Shell und geht zurück an die Universität: Nach zwölfjähriger Unternehmenszugehörigkeit entscheidet sich Handy, der 1932 in Irland geboren wurde, für ein Master-Studium an der Sloan School of Management am MIT und gegen eine weitere aussichtsreiche Karriere in der Industrie.

Ab 1972 lehrt er als Professor für Managementpsychologie, wobei er sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Organisationstheorie und der Systematisierung von Managementstilen beschäftigt. In den achtziger und neunziger Jahren stellt Charles Handy Fragen der Veränderung von Gesellschaft und Arbeitswelt und die erforderlichen Reaktionen in den Mittelpunkt seiner Arbeiten und macht sich als Wirtschaftsphilosoph einen Namen.

Zum Weltbeststeller wird sein 1989 veröffentlichtes Buch "The Age of Unreason", das die Umstrukturierungen in der Arbeitswelt und deren Auswirkungen untersucht. Für Charles Handy bedeutet das "Zeitalter der Unvernunft", dass schon bald das, was wir noch heute für selbstverständlich halten, nicht mehr gelten wird. Er prognostiziert eine Zeit, in der als einzige Vorhersage gilt, dass keine Vorhersagen gelten."

 

Zielmanagement   

Zielfindung, Zielmanagement, Zielvereinbarung

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Infotag: Unternehmensberater (HR), Psychologischer Managementtrainer, Coach und ...

Seminar-Inhalt: eine Seminarbeschreibung finden Sie hier

Seminar-Ort: 1A Business Hotel, Marktplatz 17 * D - 85598 Baldham

Kosten: ein freiwilliger Spendenbetrag an die Stiftung EBWK

Vergleichen Sie am Markt! Die Preise für vergleichbare Seminare betragen oft mehr als 1500,- Euro. Mit Ihrer freiwilligen Spende an die Stiftung Erziehung, Bildung, Wissenschaft, Kultur sichern Sie sich kompetentes Wissen und ermöglichen die Durchführung weiterer Benefizseminare.

An/Abreise, Verpflegung, evtl. Übernachtungskosten trägt der Teilnehmer selbst.

Jetzt anmelden, die Teilnehmerzahl pro Seminar ist begrenzt!!

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Seminar-Inhalt: Managementtrainer, Unternehmensberater, Individualcoach

Seminar-Ort: 1A Business Hotel, Marktplatz 17 * D - 85598 Baldham

Kosten: keine

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